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Der Nikolaus im Whatsapp-Status

Kinderaugen zum Leuchten bringen ist toll! Noch schöner wird es, wenn auch die Augen der Eltern und Verwandten strahlen. Genau das ist unserem Nikolaus mit seinen Gefolgsleuten vergangene Woche gelungen. Am 6. Dezember schaute der bärtige Mann bei den Flüchtlingskindern vorbei und brachte ihnen kleine Geschenke mit. Die Kinder, die den Brauch mittlerweile gut kennen, himmelten den Nikolaus an. Eltern und ältere Kinder zückten ihre Handys und hielten den Besuch mit der Kamera fest. Zum Lied „Lasst uns froh und munter sein“, das eine Helferin des Nikolauses auf der Gitarre begleitete, wurde schließlich auch gefilmt. Und so schmückte die Aktion später manch einen WhatsApp-Status. Freude teilen ist einfach schön – und das gilt wohl für alle Kulturen.

Infos über Veranstaltungen und Aktionen rund um den Freundeskreis gibt es in unserem Blog.

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Wir sagen HERZLICHEN DANK!

Noch bevor die Flüchtlingskrise 2015 ihren Höhepunkt erreichte, hatten Menschen in vielen Orten Deutschlands die Notwendigkeit erkannt, den Geflohenen auf unbürokratische Weise zu helfen. In Schwieberdingen waren es die evangelische und dann auch die katholische Kirchengemeinde, die im Sommer 2014 die Initiative ergriffen hatten und den Freundeskreis Asyl auf den Weg brachten.

Seither haben zahlreiche Ehrenamtliche den Asylsuchenden auf vielfältige Weise unter die Arme gegriffen. Wir haben Sprachkurse ins Leben gerufen, die Geflohenen bei Behördengängen begleitet, sie mit unserer Vereinskultur vertraut gemacht, die Flüchtlinge mit Kleidung versorgt, amtliche Briefe erklärt, zu Infoveranstaltungen eingeladen und oftmals auch einfach nur ein offenes Ohr für die Neuankömmlinge gehabt.

Auch Abschiebungen gehörten zu unserem Alltag, ebenso Familienzusammenführungen.

Unser Einsatz trägt viele Früchte. Allerdings ist das nur möglich, weil wir von vielen Seiten Unterstützung erfahren beziehungsweise erfahren haben. Deshalb möchten wir anlässlich unseres fünfjährigen Bestehens DANKE sagen.

DANKE an:

  • die evangelische und die katholische Kirchengemeinden, die 2014 das Heft in die Hand nahmen und die Gründung des Freundeskreises anstießen. Beide Kirchengemeinden sind weiterhin wesentliche Unterstützer unserer Arbeit, indem sie unter anderem Räume für Sprachkurse und den Treff International bereitstellen
  • die Vereine, die die Geflohenen mit offenen Armen empfangen haben
  • die Firmen, die trotz Sprachbarrieren Asylsuchende angestellt haben
  • die Gemeinde Schwieberdingen und den Landkreis Ludwigsburg, an die wir uns bei Fragen immer wenden können
  • die örtliche Caritas-Gruppe, die sich beim Treff International um das Snack- und Kuchenbuffet kümmert
  • die Spender, die uns mit Geld oder nützlichen Sachspenden halfen
  • die Vermieter, die ihre Wohnung für Geflüchtete zur Verfügung stellten

Infos über Veranstaltungen und Aktionen rund um den Freundeskreis gibt es in unserem Blog.

Fremde Kulturen in der eigenen Stadt

„Früher bin ich gern ins Ausland gereist – zum Zweck der Welt-Anschauung. Seit 2015 ist das Ausland mit Wucht zu uns ins Inland gekommen“, sagt Brigitte Heidebrecht. Vergangene Woche war sie auf Einladung der Gemeinde Schwieberdingen und des Freundeskreises Asyl in der Bruckmühle zu Gast. Dort las sie aus ihrem Buch „Fernreise daheim. Von Flüchtlingen, Kulturen, Identitäten und anderen Ungereimtheiten“.

Dabei erzählte sie von ihren eigenen Erfahrungen aus der Flüchtlingsarbeit und dem Kontakt mit fremden Kulturen.

„Auf liebenswerte Weise und stest um wirkliches Verstehen bemüht, erzählt die Autorin von Menschen zwischen Überforderung und Abschiebungsgefahr, zwischen Angst im Herkunftsland und Heimweh nach dem Zurückgelassenen“, berichtet die Ludwigsburger Kreiszeitung über die Lesung.

Brigitte Heidebrecht veröffentlichte in den 80er und 90er Jahren eigene Texte. Nach 15 Jahren schriftstellerischer und verlegerischer Aktivität hörte sie auf zu schreiben, bis sie 2015 in die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit einstieg.

 

Kulturen und andere Ungereimtheiten

Die Gemeinde Schwieberdingen und der Freundeskreis Asyl laden am 27. November (Mittwoch) um 19 Uhr ein zu einer Autorenlesung mit Musik in die Bruckmühle. Brigitte Heidebrecht liest „Fernreise daheim. Von Flüchtlingen, Kulturen, Identitäten und anderen Ungereimtheiten“

Brigitte Heidebrecht veröffentlichte in den 80er und 90er Jahren eigene Texte und zahlreiche Anthologien. Nach 15 Jahren schriftstellerischer und verlegerischer Aktivität hörte sie auf zu schreiben, bis sie 2015 in die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit einstieg. Ihre Erlebnisse mit den Geflüchteten schildert sie in ihrem augen- und herzöffnenden Buch „Fernreise daheim“.
Für die musikalische Gestaltung sorgt der afghanische Rubab-Spieler Shagol Momeni.

„Früher bin ich gern ins Ausland gereist – zum Zweck der Welt-Anschauung. Seit 2015 ist das Ausland mit Wucht zu uns ins Inland gekommen. Seit dieser Zeit engagiere ich mich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit und erlebe nun daheim, was ich früher an fernen Orten erlebte: den staunenden Kontakt mit fremder Kultur. Das erlaubt Neugier und Faszination, und liefert ebenso oft Anlass zu Befremden und Reibung. Stolpersteine gibt es reichlich. Begriffe, Rollen und Selbstverständlichkeiten unterschiedlichster Art purzeln da übereinander. Hier – in meiner eigenen Stadt – habe ich nun viel mehr Zeit, das Fremde zu erleben. Kann ich sehr viel näher treten, um zu begreifen. Davon will ich kleine Geschichten erzählen…“

Der Eintritt ist frei, Spenden und der Erlös aus den verkauften Büchern fließen in die Flüchtlingshilfe.

 

Kerzenschein statt Rotkraut

„Hello Winter“ hieß es vor Kurzem beim Freundeskreis Asyl. In der Bastelstunde haben Jungs und Mädchen aus leeren Rotkrautgläsern Windlichter gebastelt. Mit aufgeklebten Servietten verschönerten sie die durchsichtigen Behälter. Katzen, winterliche Schriftzüge und ein Nikolaus sind nun darauf zu sehen. Die dunkle Jahreszeit kann kommen.

 

Auf die Igel folgen die Kürbisse

Bei der jüngsten Bastelstunde vom Freundeskreis Asyl hatten die Jungs und Mädchen ihren ganz eigenen Bastelwunsch. Nachdem sie in der Vorwoche kleine Igel zum Leben erweckt hatten, ging es diesmal an die Kürbisse. Passend zu Halloween höhlten sie sie aus und schnitten Augen, Nase und Mund in die orangefarbenen Kugeln. Das Ergebnis: Schaurige, kleine Kürbiswesen und freundlich dreinschauende Gesichter.

 

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Mit Magie ins Schwarze getroffen

Zauberhaft wars! Beim Treff International tauchten die Besucher in magische Welten ab. Zauberin Alusru zog die Kinder in ihren Bann, machte sie sprachlos, ließ sie helfen und den Zauberstab schwingen. Mehr Eindrücke vom beliebten Treff gibt es hier in unserer Bildergalerie.
Bilder vom Treff International Ende September

 

 

Treff International am 26. September

Der Freundeskreis Asyl Schwieberdingen lädt zum Treff International. Das gemütliche Beisammensein findet am 26. September (Donnerstag) im katholischen Gemeindehaus (Alte Vaihinger Straße 18) von 17 bis 19 Uhr statt. Es gibt Snacks und Getränke sowie Spiele für Groß und Klein. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Eindrücke unserer bisherigen Treffs sowie zahlreiche Bilder stehen in unserem Blog.

Treff International Ausschnitt September

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Bastelhungrige sind kaum zu stoppen

Der Herbst kommt – und mit ihm die Igel. Kein Wunder, dass die stacheligen Tierchen zum Thema des Bastelnachmittags beim Freundeskreis Asyl gemacht wurden. Die Kinder zauberten aus Klopapierrollen und Tonpapier hübsche Igel und hatten daran so viel Freude, dass sie gar nicht mehr aufhören wollten. Erst das ausgehende Tonpapier konnte die Bastelhungrigen stoppen.

Bilder vom Schapfenfest

Hinter dem Freundeskreis Asyl liegen zwei tolle Tage Schapfenfest. An unserem Stand kamen wir mit zahlreichen Besuchern ins Gespräch, servierten Falafel, Baklava und Co und sorgten mit unserem Kugelglücksspiel für jede Menge Spaß und Lacher. Bei all dem Vergnügen wanderten auch immer wieder Münzen und Scheine in unser Spendenkässchen. Ein herzliches Dankeschön an alle Besucher und Spender. Wir haben uns sehr gefreut – mit den Geldern unterstützen Sie unsere Angebote wie zum Beispiel den Deutschunterricht.

Gelegenheit am Wochenende verpasst? Wer uns am Wochenende nicht besuchen konnte, aber neugierig ist, hat beim Treff International Gelegenheit uns kennenzulernen. Termine werden im Blättle und hier auf unserer Homepage bekannt gegeben.

Eindrücke vom Schapfenfest