Beitrag im Miteinander

Schon gesehen? In der neuen Miteinander-Ausgabe der katholischen Kirchengemeinde Schwieberdingen gibt es einen Beitrag über den Treff International des Freundeskreises Asyl (FKA). Mehrmals im Jahr lädt der FKA zu dem gemütlichen Beisammensein ein. Aktuell laufen die Planungen für die Treffs im Jahr 2019.

Weitere Infos über Veranstaltungen und Aktionen rund um den Freundeskreis gibt es in unserem Blog.

Treff International am 27. September

Foto: wortwolken.com

Der Freundeskreis Asyl Schwieberdingen lädt zum Treff International. Das gemütliche Beisammensein findet am 27. September (Donnerstag) im katholischen Gemeindehaus (Alte Vaihinger Straße 18) von 17 bis 19 Uhr statt. Es gibt Snacks und Getränke sowie Spiele für Groß und Klein. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! (Foto: wortwolken.com)

So unterhaltsam & lecker ging es beim jüngsten Treff International zu: Treff Juni

 

Kulinarik und Dialog

Der Freundeskreis Asyl (FKA) Schwieberdingen hat am Samstag vor der Flüchtlingsunterkunft im Lüssenweg ein Grillfest veranstaltet. Dank der guten Vorbereitung von Alfred Selker und anderen Helfern des FKA war alles gut organisiert. Bei herrlichem Spätsommerwetter haben es sich alle Teilnehmer am internationalen Salatbuffet, das von den Flüchtlingen und von Mitstreitern des FKA mitgebracht wurde, und bei Fleisch und Grillwürsten gut schmecken lassen. Es war ein fröhliches Fest mit guten Gesprächen und auch die Kinder hatten ausreichend Gelegenheit sich auszutoben. (ras)

Eindrücke vom Fest (Fotos: Töreky/Stöffges)

 

 

Hoffen auf Familienzusammenführung

Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg vom 12. April 2018 behält ein unbegleiteter Minderjähriger sein Recht auf Elternnachzug, wenn er zum Zeitpunkt der Antragstellung noch minderjährig war, auch wenn er zum Zeitpunkt der Visaerteilung schon volljährig ist. Der Entscheidung lag ein Fall aus den Niederlanden zugrunde. Sie ist aber auch auf Deutschland übertragbar und für Deutschland verbindlich. Bei einem jungen Mann, den ein Mistreiter des Freundeskreises Asyl Schwieberdingen betreut, hat das nun die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seinen Eltern geweckt.

Anspruchsgrundlage für den Elternnachzug zum unbegleiteten Minderjährigen ist § 36 Abs.1 AufenthG. Hier galt bislang, dass ein Nachzug der Eltern nur bis zum Eintritt der Volljährigkeit möglich war. Das beruhte auf einer Entscheidung aus dem Jahr 2013, wonach für die Frage der Volljährigkeit der Zeitpunkt der Visaerteilung maßgeblich war. Die Erteilung eines Visums an die Eltern eines (inzwischen) volljährigen Kindes war danach ausgeschlossen.

Da nach der Koalitionsvereinbarung frühestens ab 1. August 2018 monatlich maximal 1000 Personen nachreisen dürfen, war es bisher für Mohamad R., der am 1. Januar 2018 volljährig wurde, ausgeschlossen, dass seine Eltern und die seines Bruders, jemals nachreisen dürfen. Über die beiden Brüder hatte der Freundeskreis Asyl  Schwieberdingen vor einigen Monaten berichtet.

Und nun besteht für eben jene Brüder wieder Hoffnung!

Vor Kurzem wurde der Antrag vom Jugendmigrationsbeauftragten der AWO Stuttgart bei der Deutschen Botschaft in Beirut gestellt. Mohamad hat als Antwort auf seinem Handy eine Referenznummer für seine Eltern erhalten. Bei aller Vorfreude bleibt es nun abzuwarten bis im nächsten Jahr – wann auch immer – eine Antwort kommt. (pes)

 

Basteln, Brettspiele & Austausch

Der Treff International fand nach langer Pause erstmals wieder am letzten Donnerstag im April statt, diesmal im katholischen Gemeindehaus. Der Termin war so gewählt, dass gleichzeitig die Kleiderstube geöffnet war, wo die Geflüchteten für Kinder und Erwachsene nach günstiger Second-Hand-Kleidung schauen konnten. Dieses Angebot wurde gerne wahrgenommen.

Zu den Besuchern zählte auch eine große Schar von Kindern in allen Altersgruppen. Für die Größeren gab es in einem extra Raum ein Angebot zum Basteln; die Kleineren waren am Tisch mit Brettspielen beschäftigt, und die Kleinsten spielten am Boden in der Nähe ihrer Eltern.

Zum Essen gab es neben schwäbischen Brezeln verschiedene Spezialiäten aus Afghanistan, Syrien, Irak und dem Iran. An den Tischen fand zwischen den Erwachsenen ein angeregter Austausch statt, bei dem es um Fragen wie Deutsch lernen, Schulbesuch oder Arbeitsstelle ging; aber auch ganz praktische Alltagsfragen kamen zur Sprache.

Der nächste Treff International findet am Donnerstag, 28. Juni, im katholischen Gemeindehaus statt.

Erst Flüchtling, jetzt Fensterbauer

Suleiman hat das, wovon viele Flüchtlinge träumen: einen Arbeitsplatz, mit dem er sein Leben bestreiten kann, und eine kleine Privatwohnung, in der er ein neues Zuhause gefunden hat. Beim Freundeskreis Asyl (FKA) Schwieberdingen ist man mächtig stolz auf den 28-jährigen Iraker. Seit rund drei Monaten ist er bei einer Fensterbaufirma in Schwieberdingen angestellt.

Sein Arbeitsalltag beginnt morgens um 7.30 Uhr. Von Schwieberdingen aus geht es auf Baustellen im Großraum Stuttgart, wo der 28-jährige Jeside alte Fenster aus- und neue Modelle einbaut. Das handwerkliche Geschick brachte er aus seiner Heimat mit. Im Irak war er als Installateur selbstständig.

Zu dem neuen Vollzeitjob in Schwieberdingen hat ihm ein Mitstreiter vom Freundeskreis Asyl verholfen. Ob die Arbeit Spaß macht? Suleiman lächelt und sagt „ja“.  Das Strahlen in seinen Augen spricht für sich. Und auch sein Arbeitgeber ist sehr zufrieden mit ihm: „Wir sind ganz glücklich und hochzufrieden“, heißt es aus der Firma.

Über die Türkei ist der heute 28-Jährige vor rund vier Jahren aus dem Irak geflohen. „Als Jeside ist es dort zu gefährlich“, erklärt er die Gründe seiner Flucht. Die religiöse Minderheit war 2014 ins Visier des sogenannten Islamischen Staates gerückt. Unzählige Menschen starben. Einige Beobachter sprachen gar von Völkermord.

„Ich bin glücklich damit, wie es ist.“

Im November 2014 kam Suleiman in Deutschland an. Erst ging es nach Karlsruhe, dann nach Schwieberdingen. Nach und nach lernte er Deutsch. Als er als Flüchtling anerkannt wurde, musste er nach Möglingen umziehen, wo er sich in der Drei-Zimmer-Wohnung, die er  mit sieben anderen Männern teilen musste, zunehmend unwohl fühlte. Er ist froh, wieder in Schwieberdingen zu sein, wo er sich auskennt und Kontakte hat. Und außerdem: „In Schwieberdingen sind die Leute freundlicher“, sagt er.

Mit Unterstützung des hiesigen Freundeskreises ging er auf Wohnungssuche und fand in der Strohgäugemeinde eine kleine, einfache Zwei-Zimmer-Wohnung zur Miete. Nun hat er einen Arbeitsplatz und ein Zuhause in Schwieberdingen.  Die Situation stimmt ihn sehr zufrieden: „Ich bin glücklich damit, wie es ist.“ Zwar fehlt ihm seine Familie. Über Whatsapp und Facebook ist er aber regelmäßig mit ihnen in Kontakt.

Wohnungsnot und kein Ende

Foto: Rainer Strum / pixelio.de

Das Ökumenische Sozialforum Ludwigsburg lädt am Donnerstag (1. März) zum Vortrag „Wohnungsnot und kein Ende“ mit anschließender Podiumsdiskussion. Veranstaltungsort ist die Friedenskirche in der Stuttgarter Straße in Ludwigsburg. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Hintergrund ist die sich stetig verschärfende Wohnraumnot im Landkreis – ein Thema, das auch den Freundeskreis Asyl in Schwieberdingen beschäftigt.

Unter anderem diskutieren Vertreter des Mietervereins Ludwigsburg und von Haus und Grund Ludwigsburg mit.

Weitere Infos gibt es bei der Caritas Ludwigsburg: Wohnungsnot Vortrag.

(Foto: Rainer Strum / pixelio.de)

Offenes Treffen am 22. Februar

Grafik: wortwolken.com

Der Freundeskreis Asyl (FKA) Schwieberdingen trifft sich am Donnerstag (22. Februar) um 19 Uhr im Mehrzweckraum des Rathauses. Die neuen Ansprechpartner für die Geflüchteten in der Anschlussunterbringung werden dabei sein und sich und ihre Aufgabenbereiche vorstellen.

Weitere Tagesordnungspunkte sind unter anderem:

  • Sozialraum im Scheerwiesenweg
  • Coaching für Mitstreiter des FKA

Neugierig? Wer sich für die Arbeit des Freundeskreises interessiert, ist zum Treffen herzlich eingeladen.